Vinyl weiterhin auf dem Vormarsch – Second-Hand-Handel freut sich

Januar 5th, 2012  |  Published in Second Hand

cc by flickr/ mradisoglou

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Als die gute alte Schallplatte nach und nach von neuen Medien abgelöst wurde, hatte so manch einer sich schon komplett von Vinyl verabschiedet. So ganz verschwand die Platte jedoch nie, denn nicht nur DJs behielten sie als Arbeitsmittel, sondern auch so manch ein Liebhaber und Sammler bewahrte seine Schätze auf. Seit ein paar Jahren ist die Schallplatte, wohl nicht zuletzt im Zuge des Retro-Trends, wieder angesagt.

Seit einigen Jahren steigt der Absatz immer weiter an, alleine im Jahr 2010 um rund 20 Prozent. Auch 2012 wird sich dieser Trend laut Experten weiter ausbauen. Bands haben inzwischen ja auch wieder angefangen ihre neuen Alben auch auf Vinyl herauszubringen und feuern damit den Kult um die Platte an.

Der Second-Hand-Handel freut sich, denn immer mehr Menschen leisten sich nicht nur wieder alte Platten, sondern natürlich auch die gebrauchten Plattenspieler. Viele sprechen vom besseren und weicheren Klang der Schallplatte. Zum anderen liegt diese Entwicklung sicherlich auch an der Liebe zur Mechanik. Die Geräte früher wurden meist nicht wie heute billig produziert und waren nicht nach nur wenigen Jahren kaputt, sondern sollten so lange wie möglich halten. Zudem muss man die Platte umdrehen und damit anfassen. Das macht aus dem Musikhören ein ganz anderes Erlebnis als die kleinen digitalen Geräte von heute.

ReDigi: Musikindustrie läuft Sturm gegen MP3-Second-Hand-Shop

November 17th, 2011  |  Published in Online

cc by flickr/ swanksalot

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Viele von uns verkaufen regelmäßig gebrauchte Bücher, Platten oder CDs oder stöbern selbst in solchen Fundstücken. Dabei würde wohl keinem in den Sinn kommen hier ein Unrecht zu begehen. Dieses Prinzip versucht aktuell das US-Start-Up ReDigi auf die Onlinewelt zu übertragen, doch die Musikindustrie und das Internet verstehen sich bekanntermaßen immer noch nicht so richtig.

Auf ReDigi kann man legal erworbene Songs von beispielsweise Amazon oder iTunes wieder verkaufen. Dafür installiert man ein Programm auf dem eigenen Rechner. Dieses spürt legal erworbene Songs auf und versieht die, die man verkaufen möchte, mit einer eigenen IP. Der Song wird dann auf den Server von ReDigi kopiert und gleichzeitig von allen Geräten des Verkäufers gelöscht.

Die US-Musikindustrie läuft wie erwartet Sturm und begründet eine Unterlassungsaufforderung und eine Schadensersatzforderung mit Urheberrechtsverletzungen. ReDigi weist jedoch auf eine Regelung aus dem Jahr 1976 hin, nach der die Schutzrechte mit dem ersten Verkauf eines Buches oder Tonträgers abgegolten sind.