Das Traumhaus: Neubau oder doch “Gebrauchtes” ?

Juni 10th, 2011  |  Published in Aus alt mach neu

Gebrauchtimmobilie

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Hat man sich einmal entschieden, Eigenheimbesitzer zu werden, stellt sich die Frage, ob das Traumhaus oder die Traumwohnung ein Neubau oder eine gebrauchte Immobilie sein soll.

Die weit überwiegende Anzahl der zum Verkauf stehenden Immobilien sind keine Neubauten, sondern solche, die schon mehrere Jahre oder Jahrzehnte erlebt haben. Die Auswahl ist somit bei Gebrauchten deutlich höher. Gerade in Regionen, in denen es eine hohe Wohneigentumsquote gibt, wie z.B. bei der Wohnung im Saarland – Diese haben zunächst einmal den großen Vorteil, dass sie natürlich günstiger zu erwerben sind.
Darüber hinaus hat sich das Haus bereits „gesetzt“. Ein Punkt, den viele Käufer eines Neubaus vergessen und sich nach einigen Jahren noch einmal hohen Kosten gegenüber sehen.

Auch weitere Baumängel, welche sich erst wenige Jahre nach der Fertigstellung zeigen, sind bei älteren Immobilien schneller zu entdecken.

Allerdings gibt es auch Nachteile. So müssen viele „gebrauchte“ Häuser und Wohnungen entsprechend den neueren Energie- und Lärmvorschriften nach für viel Geld modernisiert werden.
Auch kann man vor dem Problem stehen, dass sein lang ersehntes Haus noch vermietet ist. Nun kann man zwar wegen des Eigenbedarfs kündigen, allerdings kann dies einige Zeit benötigen und manchmal auch einigen Ärger zur Folge haben.
Auch wird vom Verkäufer, obwohl meist privat verkauft, vielfach vorschnell ein Makler eingeschaltet. Diese Kosten von gewöhnlich immerhin 5,95% des Kaufpreises hat der Käufer zu tragen. Bei Neubauten wird dagegen häufig direkt von der Baugesellschaft gekauft.

Darüber hinaus sind die Erhaltungskosten des Hauses durch die Abnutzung des Gebäudes höher als bei einem jungen Haus. Solche Mängel werden, insbesondere wenn der Eigentümer den Verkauf sowieso schon plant, ungern vorher noch repariert. Viel verlockender erscheint es, den Mangel zu verdecken und zu hoffen, dass der Interessent dies nicht bemerkt. Im Nachhinein zu beweisen, dass der Mangel sowohl schon vor dem Kauf bestand als auch nicht vom Verkäufer mitgeteilt wurde kann, je nachdem wieviel Zeit inzwischen vergangen ist, äußerst schwierig bis unmöglich werden. Deshalb sollten Käufer trotz des möglichen Enthusiasmus und der Beteuerungen des Verkäufers das Objekt sehr gründlich untersuchen. Dabei sollte auf den Keller besonderes Augenmerk gelegt werden, da hier aufgrund der fehlenden Frischluftzufuhr Feuchtigkeit und Schimmelbefall nicht selten sind.

Bedenken sollte man auch, dass Keller und Speicher bei der Besichtigung gern „zufällig“ an solchen Stellen besonders vollgestellt sind. Hier sollte Vorsicht geboten sein, damit der Traum vom Eigenheim nicht mit einer teuren Schimmelentfernung beginnt.

Abschließend ist zu sagen, dass der Käufer einer gebrauchten Immobilie zwar eine größere Gefahr eingeht, diese aber durch eigene Sorgfalt reduzieren kann und dafür mit einem günstigeren Preis belohnt wird.