Aus alt mach neu

Rebel Fashion – Vom Vorhang zum Designer-Mantel

Februar 9th, 2010  |  Published in Aus alt mach neu

Rebel FashionSo langsam setzt bei vielen Menschen ein Umdenken in Sachen ökologischer Mode ein. Keinen Frage, Green Fashion boomt. Dazu gehören natürlich nicht nur Textilien aus fairem Handel oder ökologischer Produktion, sondern auch das Recyceln von Stoffen und Kleidung.

Einen interessanten Ansatz liefert hier das Label Rebel Fahion, das sich auf letztere Form der Green Fashion spezialisiert hat. Bei ihnen landen alte Vorhänge, Bettwäsche, Polsterbezüge usw. nicht einfach im Altkleidercontainer, sondern daraus wird einfach neue Mode gemacht.

Aus alten Samtvorhängen werden Mäntel und aus der aussortierten Bettwäsche ein legerer Anzug.

Und wenn Rebel Fashion mit den Stücken fertig ist, sieht man ihnen zum Glück ihr vorheriges Dasein nicht mehr an.

Wir finden diese Idee klasse!

Von der Altkleidersammlung zu neuen Klamotten

Dezember 28th, 2009  |  Published in Aus alt mach neu

Ganz klar, Second Hand ist der Trend diesen Winter. Doch was wird aus Klamotten, die man gar nicht mehr tragen kann oder will? Entweder man bringt sie in den nächsten Laden oder man gibt sie in die Altkleidersammlung. Wir haben uns gefragt, was eigentlich auch den alten Klamotten wird und ob man diese nicht in neue Kleider umwandeln kann. Und prompt sind wir auch auf die passende Antwort gestoßen. In Zukunft wird wohl das eine oder andere recycelte Kleidungsstück auf uns zu kommen…

Circa die Hälfte der Altkleider sind noch tragbar und für den Wiedergebrauch geeignet. Die anderen “Resttextilien” werden entweder verwertet (z.B. als Dämmstoffe im Automobilbau) oder sie werden entsorgt. Zukünftig soll es eine weitere Alternative geben: Aus alten Kleidern werden neue Kleider gemacht.

Niederländische und deutsche Partner arbeiten an einer Fertigungskette, die Alttextilien über einige Stationen zu neuen Textilien bearbeitet. Zuerst werden wiedertragfähige Kleidungsstücke per Hand aus Altkleidersammlungen aussortiert. Der Rest wird einer automatischen Sortieranlage zugeführt, die die Textilien nach Materialart und Farbe trennt. Je reiner die Sortierung desto höher der Marktwert des Ausgangsmaterials.

Nach dem Sortieren werden die Altkleider zerrissen und aus den Fasern werden neue Fäden gesponnen. Die Fäden werden zu neuen Stoffen gewebt, die anschließend zu neuen, hochwertigen Textilien verarbeitet werden.

Ganz schön clever und garantiert grün!

Wie richte ich meine Studentenbude günstig ein?

Oktober 20th, 2009  |  Published in Aus alt mach neu, Flohmärkte, Second Hand, Tipps und Tricks

Studentenbude by coco+kelleyAch ja, die erste eigene Wohnung, das hat schon was. Doch meist ist Geld in dieser Zeit eher Mangelware. Daher heißt es für die meisten Studenten, Berufsanfänger und Co. erst einmal improvisieren und sich vom Mamas und Papas vermeintlichem Luxus verabschieden.

Doch wenig Geld muss nicht gleich langweilig heißen. Gerade unter Studentenbuden entdeckt man hier und da ein kleines Einrichtungsjuwel. Mit ein bisschen Kreativität und Geduld kann man sich sein eigenes Wohnparadies bauen, jedenfalls für den Moment ;-)

Der erste und beste Weg für die meisten ist wohl der Gang in die verschiedene Keller von Verwandten und Freunden. Ab und an kann man hier kleine Schätze finden, die man mit ein bisschen Geschick und Einfallsreichtum liebevoll zu einem Unikat machen kann. Und der andere ist wahrscheinlich froh wieder Platz zu haben…

Dassselbe gilt für Flohmärkte und Online-Auktionen. Mit viel Geduld kann man sich nach und nach günstig sein Einrichtung zusammenstellen.

Manchmal ist es faszinierend zu sehen, was passiert, wenn man alte Dinge aus ihrem bisherigen Kontext reißt: Omas olle Kommode ist durch einen neuen Anstrich meist nicht mehr wiederzuerkennen, eine alte Stehlampe macht sich ganz hervorragend neben frischen und bunten Möbeln. Generell ist Farbe von essentieller Bedeutung. Einfache Äste oder Baumstümpfe in Farbe tauchen und schwupps hat man die nächste Deko, einen stylishen Hocker, einen Beistelltisch etc.

Auch alltägliche Accessoires eignen sich hervorragend als Deko. So schaffen mehrere Weckgläser mit jeweils einer Kerze darin gleich ein wohnliches Ambiente. Oder auch Postkarten aus Kneipen verzieren Wände und andere Flächen. Fotos kann man sich im Copyshop günstig zu einem Plakat vergrößern lassen. Und und und… Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist es aber, nicht gleich alles am Anfang vollzustellen, sondern die Wohnung nach und nach wachsen zu lassen.

Alter Hut ist neuer Stoff für Kreative – Upcycling als Recycling mit Mehrwert

Oktober 13th, 2009  |  Published in Aus alt mach neu, Tipps und Tricks

Recycling ist, wenn aus gebrauchtem Material etwas Neues entsteht. Upcycling ist, wenn aus gebrauchtem Material etwas Neues, Wertvolleres entsteht. Recycling mit Mehrwert, ein Trend, den nur die Kinder der frühen Ökos erfinden konnten: Großgezogen in politisch korrektem Rohstoffknappheits- und Müllvermeidungs-Bewusstsein. Aufgewachsen in einer Zeit, in der durch unendliche Vervielfältigung digitaler Güter die Limitierung an neuem Wert gewonnen hat. Nach dem Sparen wurden Re-, und dann Upcycling von Kreativen durch Verfeinerung zum Trend. Umweltschutz ist dabei nicht mehr das Wesentliche, aber Upcycling ist chique!

Warum mögen immer mehr Menschen Schmuck aus breitgelatschten Flip Flops, Plastikbeutel-Kosmetiktaschen oder Zahnbürstenhalter aus Tennisbällen? Solche Artikel haben meist Gebrauchsspuren, sind zugleich oft teurer als ihre industriell gefertigten Artgenossen und entziehen sich damit der üblichen Marktlogik. Upcyling ist ein Trend, der auf den ersten Blick eigenwillig erscheint – auf den zweiten Blick aber viele Streams unserer Zeit konsequent vereint.

Ressourcenschonung und Müllvermeidung
Menschen in den Industriestaaten produzieren zu viel Müll. Der Umstand ist bekannt, die Antwort etabliert: Produkte aus z.B. Recycling-Papier verwenden viele Leute fast täglich. Weißblech-, Plastik- und Altglas-Container gehören zum Stadtbild. Zum kenyanischen Küstenbild hingegen gehören 20.000 Tonnen angeschwemmte Flip Flops – jährlich. Die dort lebenden Menschen machen das Beste daraus: Die Gummilatschen werden zu Ketten und Skulpturen verarbeitet, der Erlös finanziert Hilfsprojekte . Nebenbei profitiert das Ökosystem von der Müllbeseitung: Kleine Babyschildkröten finden wieder den Weg ins Meer.

Reparieren statt Wegwerfen
Ähnlich politisch korrekt, das “Refurbishing”: Instandsetzen und Überholen von geringfügig defekten Produkten. Ein Beispiel ist der runderneuerte Autoreifen. Oder weitgreifender: Was in den Industriestaaten nicht mehr verwendet wird, ermöglicht in weniger entwickelten Ländern eine sonst nicht leistbare Grundversorgung.

Traditionelle Zweckentfremdung
Wiederverwendet wird auch bei uns: Wenn aus alten T-Shirts Putzfetzen geschnitten werden oder in leeren Joghurtbechern die Kresse sprießt, dann verströmt dieser (durchaus vernünftige) Umgang häufig den Muff freudlosen Sparens. Der Hightech-Feudel oder die Kressezucht-Station machen in der Designerküche doch mehr her.